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Fünf Aspekte von Selbstbestimmung

1. Selbstbestimmung kann und muss man lernen

  • Jeder Mensch kann Selbstbestimmung lernen.
  • Egal ob Menschen viel oder wenig Unterstützung brauchen.
  • Man muss wissen, welche Möglichkeiten es gibt.
  • Man muss verschiedene Wohnungen kennen.
  • Nur so kann man sich eine aussuchen.
  • Man muss auch etwas ausprobieren können.
  • Mut und Freiraum ist zum Lernen nötig.
  • Jeder soll lernen, sich im öffentlichen Raum zu bewegen.
  • Auch das Umfeld muss lernen, mit Selbstbestimmung umzugehen,
    nicht nur die behinderten Menschen.
  • Man kann Bus fahren lernen, damit man dahin kommt, wo man will.
  • Lernen mit dem Computer umzugehen ist für mich Selbstbestimmung
  • Man muss üben, selbst zu entscheiden.
  • Es ist ungewohnt, wenn man gefragt wird und selbst entscheiden muss.
  • Wenn man im Rollstuhl sitzt, kann man in einer barrierefreien Wohnung selbstbestimmter leben, als in einer nicht barrierefreien Wohnung
  • Schon Kinder können lernen zwischen zwei Sachen zu entscheiden.

2. Jeder Mensch fühlt, was gut für ihn ist

  • „Ich weiß doch selbst was ich will!“
  • Ich kenne mich selbst am besten.
  • Manchmal macht man Sachen, von denen andere sagen, sie sind falsch.
  • Ich weiß, dass ich eine Ausbildung machen will.
  • Bei der Arbeit weiß ich, was ich will.
  • Betreuer meinen manchmal, dass sie wissen, was besser für einen ist.
  • Mehr Freiraum ist gut.
  • Im Internet sein, Facebook und Skype zu benutzen, heißt Selbstbestimmung.
  • In seiner Freizeit das zu tun, was man will ist Selbstbestimmung.

3. Selbstbestimmung mit anderen Menschen

  • Jeder Mensch braucht Freunde die einem helfen:
    zum Beispiel bei Problemen oder wenn man mit jemandem reden möchte
  • Wenn man Entscheidungen trifft, muss man auch an die denken,
    die von den Entscheidungen betroffen sind.
    Man muss ihre Wünsche auch berücksichtigen.
  • Wenn man selber bestimmt was man will,
    muss man auch sehen was andere Menschen wollen.
  • Es gibt Probleme, die man nicht alleine lösen kann
  • Fachkräfte können auch helfen.
  • Auch Menschen, die nicht reden können, haben ein Recht auf Selbstbestimmung:
    Zum Beispiel mit einer Hand-Bewegung oder mit einem Blick.
  • Schwererer behinderte Menschen brauchen für Selbstbestimmung Personen,
    die ihre Zeichen verstehen.
  • Man braucht Freunde und Profis, die Unterstützung leisten.
  • Ich arbeite in der WfbM.
    Das steht nicht im Widerspruch zur Selbstbestimmung,
    da ich Hilfe brauche und annehme.
  • Ich brauche Hilfe beim Einkaufen.
  • Ich brauche Hilfe im Pflegebereich.
  • Austausch mit andern und Freunden, die einem Helfen.
  • Gegenseitig helfen.
  • Hilfsbereitschaft.
  • Was will ich und was will ich nicht.
  • Für andere da sein.

4. Selbstbestimmung als Bürgerrecht

  • Alle Menschen haben das Recht selber zu sagen, was sie tun wollen:
    Behinderte Menschen, alte Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Kinder.
  • Bewohnervertretung oder Werkstattrat
  • Mitwirkung oder Mitbestimmung ist ein Unterschied.
  • Das Geschlecht oder das Geld, das jemand hat, ist nicht wichtig.
  • Das Land, aus dem jemand kommt, ist nicht wichtig.
  • Gleiche Rechte bedeutet auch gleiche Pflichten.

5. Selbstbestimmung bedeutet Veränderung

  • Sozialen Einrichtungen sollen eigentlich für Menschen da sein, die Hilfe brauchen.
  • Das klappt aber oft nicht.
  • Werkstätten, Hilfeplanung oder ein Wohnheim müssen sich verändern.
  • Freizeit im Sportverein wäre gut.
  • Unser Seminar ist ein Beispiel für Veränderung.
  • Mehr ambulante Wohnformen, auch für Leute, die mehr Hilfe brauchen wären toll
  • Angst vor Veränderung ist normal.
  • Eine gute Veränderung bedeutet, dass es mir hinterher besser geht.
  • Ein Einzelzimmer zu haben, ist eine gute Veränderung.
  • Eine eigene Wohnung ist eine große Veränderung.
  • Man muss sich dafür etwas zutrauen und loslassen können.

Literatur

Bettina Lindmeier, Christian Lindmeier:

Professionelles Handeln in der Arbeit mit geistig behinderten Erwachsenen

unter der Leitidee der Selbstbestimmung.

In: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft Nr. 4/5/2002.